Melanie Kaliwoda erhält Doris-Schachner-Medaille für Verdienste um die Sichtbarkeit der Mineralogie in der Öffentlichkeit

Die Deutsche Mineralogische Gesellschaft verleiht der SNSB Mineralogin PD Dr. Melanie Kaliwoda die Doris-Schachner-Medaille 2026 für ihre herausragenden Verdienste um die Sichtbarkeit der Mineralogie in der Öffentlichkeit im deutschsprachigen Raum. Als stellvertretende Leiterin der Mineralogischen Staatssammlung München und Privatdozentin an der LMU München verbindet sie wissenschaftliche Exzellenz, Sammlungsarbeit und Vermittlung auf beispielhafte Weise.

Melanie Kaliwoda und Frank Schilling
Preisträgerin PD Dr. Melanie Kaliwoda mit Prof. Dr. Frank Schilling (KIT Karlsruhe), dem Vorsitzenden der Deutschen Mineralogischen Gesellschaft (DMG) sowie der Präsident des Dachverbands der Geowissenschaften (DVGeo). (Foto: Jahn, SNSB)

Die Deutsche Mineralogische Gesellschaft (DMG) verleiht die Doris-Schachner-Medaille jährlich für große Verdienste um die Förderung der mineralogischen Wissenschaft. Als Namensgeberin der Auszeichnung würdigt die DMG Doris Schachner (1904 – 1988) als  erste deutsche Professorin für Mineralogie.

Die diesjährige Preisträgerin Melanie Kaliwoda forscht seit 2007 an der Mineralogischen Staatssammlung München (SNSB-MSM). Nach Abschluss ihres Mineralogie-Studiums im Jahr 2000 in Heidelberg konzentrierte sich Kaliwoda in Promotion und Postdoc-Phase auf geologische Prozesse im Erdmantel. Sie setzte diese Arbeiten an der Universität Tübingen sowie am Max-Planck-Institut für Festkörperforschung mit modernen spektroskopischen Methoden, vor allem Raman-Spektroskopie, fort. 2020 habilitierte sich die Mineralogin an der LMU München.

Ausschlaggebend für die Auszeichnung Kaliwodas mit der Doris-Schachner-Medaille war die Kombination aus wissenschaftlicher Exzellenz, institutioneller Verantwortung und ihrem Engagement in der Öffentlichkeitsarbeit, durch die die Mineralogie als Knotenpunkt zwischen Erdsystemforschung, Materialwissenschaft, Kulturerbe und Bildung profiliert wird.

Ihre Forschung deckt eine weite Bandbreite ab: von Erdmantelgesteinen über Meteorite und Impaktgesteine bis hin zu leichten Elementen sowie der Anwendung der Raman-Spektroskopie in Archäometrie, Baustoffforschung und Umweltgeochemie. Kaliwoda berät in Projekten der Europäischen Weltraumorganisation ESA, unterstützt den Aufbau mineralogischer Datenbanken für die Astronautenausbildung und analysiert Gesteine von Asteroidenmissionen. Mit großem Engagement widmet sich die Mineralogin auch der Förderung des wissenschaftlichen Nachwuchses: Sie betreut Studierende bei Bachelor- und Masterarbeiten sowie eine wachsende Zahl an Doktorandinnen und Doktoranden. Kaliwoda engagiert sich darüber hinaus in zahlreichen Fachgesellschaften, darunter die Deutsche Mineralogische Gesellschaft, der Dachverband der Geowissenschaften, die International Mineralogical Association sowie der Bundesverband LernortLabor. In Sonderausstellungen des Museums Mineralogia München kombiniert Melanie Kaliwoda ihre wissenschaftliche Expertise mit Gestaltung und klarer Didaktik. Kennzeichnend für ihre Museumsarbeit ist die Öffnung der Mineralogie in Richtung Kunst, Design sowie Raumfahrt. Auf Karrieretagen, Wissenschaftsmessen und Großveranstaltungen wie der Munich Show oder den GeoErlebnistagen wirbt sie regelmäßig für mineralogische Themen und macht das Fach in der Öffentlichkeit sichtbar.