Fachamateure in der Zoologie

Biodiversitätsforschung, Taxonomie (v.a. in tropischen Ländern)

Viele private Sammler investieren ein beträchtliches Maß an Zeit und Geld in ihre Forschung, vor allem für den Sammlungsaufbau sowie für Literaturstudium, Museumsbesuche, Ausstellungen, Vorträge und Veröffentlichung von Forschungsergebnissen.

Zwischen 80-100 ehrenamtliche Entomologen (mehrheitlich Fachamateure für Schmetterlinge und Käfer) und ca. 10 Weichtiersammler engagieren sich in diesem Tätigkeitsfeld, mit Einzelfällen in den übrigen Gruppen.


DNA Barcoding (ZSM-Projekte)

Die europaweit führende Stellung der ZSM beim DNA-Barcoding wäre durch die Zuarbeit der vielen privaten Sammler und Fachamateure nicht möglich gewesen. Sie halfen und helfen der ZSM bei Forschungsprojekten wie Barcoding Fauna Bavarica (BFB), German Barcode of Life (GBOL) und Intensive versus Biolandwirtschaft (HIPP) durch Aufsammlungen und Bereitstellung geeigneten Probenmaterials, so dass bereits über 50% der heimischen Fauna in der genetischen Referenzbibliothek vertreten sind.

In diesem Tätigkeitsfeld arbeiten derzeit insgesamt fast 100 ehrenamtliche Mitarbeiter:innen, vor allem Entomologen.


Monitoring der Bayernfauna

Viele private Sammler sind im Monitoring der bayerischen Schmetterlings- und Käferfauna aktiv, treffen sich in verschiedenen Foren und Arbeitskreisen (z.B. Bestimmungsabende an der ZSM; Münchner Entomologische Gesellschaft; Arbeitskreis südostbayerischer Lepidopterologen). Die so gewonnenen Daten werden laufend in Fachjournalen wie z.B. im „Nachrichtenblatt der bayerischen Entomologen“ publiziert und fließen auch in die kürzlich publizierte und laufend aktualisierte Checkliste der Schmetterlinge Bayerns ein.

https://www.barcoding-zsm.de/bayernfauna/lepidoptera

Etwa 80 ehrenamtliche Entomologen (v.a. Schmetterlinge) sind in diesem Tätigkeitsfeld engagiert.


Aktiver Naturschutz

Viele private Sammler stellen – unterstützt durch die SNSB/ZSM – ihr Fachwissen über die ökologischen Ansprüche und Bedürfnisse einheimischer Wirbeltiere (v.a. Vögel) und Insekten zur Verfügung. Bei den Insekten werden vor allem für Schmetterlinge, Käfer, Heuschrecken und Libellen Pflegeratschläge für die den amtlichen, regionalen und kommunalen Naturschutz zur Verfügung gestellt, sowie konkrete Vorschläge für die Verbesserung bzw. Wiederherstellung der strukturellen und chemischen Integrität von Lebensräumen gemacht. Außerdem werden Erfassungsdaten an das Bayerische Landesamt für Umweltschutz in Augsburg geliefert, u.a. für die Erarbeitung von Arten- und Biotopenschutzplänen. Das allgemeine Umweltbewusstsein wird zudem durch Vorträge, Exkursionen und sonstige Aktionen an Schulen und Volkshochschulen gestärkt.

Die Ornithologische Gesellschaft Bayern, die Münchener Entomologische Gesellschaft, die Friedrich-Held-Gesellschaft für Weichtierkunde arbeiten eng mit der Zoologischen Staatssammlung München zusammen.

Insgesamt sind derzeit fast 50 ehrenamtliche Mitarbeiter:innen mit großem Engagement in diesem Bereich tätig.