NFDI4Biodiversity löst GFBio ab

Karte DFG Förderatlas
Beteiligung von Wissenschaftseinrichtungen an NFDI, darunter auch die SNSB. Quelle: Internet-Seite der Deutschen Forschungsgemeinschaft www.dfg.de

Seit 2013 verfolgte die Forschungsinitiative German Federation for Biological Data (GFBio) das Ziel biologische und ökologische Forschungsdaten dauerhaft zu sichern und zu bewahren – um diese Wissenschaftler:innen weltweit für ihre Forschungen zugänglich zu machen. Gefördert wurde der Verbund aus rund 20 naturwissenschaftlichen Partnereinrichtungen mit rund 12 Millionen Euro durch die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG). Mit Ablauf des vergangenen Jahres 2021 endete GFBio als Projekt, jedoch nicht die Weiterverfolgung seiner Ziele: Die Nationale Forschungsdateninfrastruktur für Biodiversität (NFDI4Biodiversity) baut auf den Erfahrungen der vergangenen Jahre und einer etablierten Vereinsstruktur als GFBio e.V. auf. Die etablierten Dienste und Werkzeuge werden weitergenutzt und weiterentwickelt. Das SNSB IT-Zentrum ist Teil der Initiative – als eines von sieben Datenzentren der größten naturwissenschaftlichen Forschungseinrichtungen Deutschlands. Im NFDI4Biodiversity-Konsortium kooperieren Partnerinstitutionen aus den Bereichen Biodiversität, Ökologie und Umweltforschung mit dem gemeinsamen Ziel auch zukünftig Forschungsdaten dauerhaft und kompatibel aufzubewahren. Dabei gelten die Prinzipien der „FAIR Data“. In diesem Zusammenhang steht FAIR für „Findable, Accessible, Interoperable and Re-Usable”, also auffindbar, zugänglich, interoperabel und wiederverwendbar.

Das SNSB IT-Zentrum leitet in der neuen Forschungsdateninfrastruktur die Aufgabenbereiche Langzeitmanagement und -archivierung von Forschungs- und Sammlungsdaten, Werkzeugen und Diensten sowie die Zertifizierung von Datenzentren. Technologien wie die anerkannte Datenmanagement-Software Diversity Workbench (DWB) und sammlungsnahe Dienste zur Datenarchivierung und -publikation werden am SNSB IT-Zentrum nachhaltig entwickelt und dienen auch in Zukunft als Basis für den Umgang mit wissenschaftlichen Daten. Das Münchner Datenzentrum bietet außerdem die direkte Vergabe von Digital Object Identifiers (DOIs) für Forschungsdaten an, die über GBIF, GFBio- und NFDI-Portale veröffentlicht werden.

Das Konsortium NFDI4Biodiversity wird mit bis zu 25 Millionen Euro für zunächst fünf Jahre finanziert. Beteiligt sind 49 universitäre und außeruniversitäre Partnereinrichtungen in ganz Deutschland. Die NFDI als Ganzes sieht gemäß Bund-Länder-Vereinbarung zum Ende der Bewilligungsrunde rund 30 Konsortien wie NFDI4Biodiversity vor, die am Ende der Ausbaustufe in rund 10 Jahren eine verteilte, aber ganzheitlich agierende Nationale Forschungsdateninfrastruktur (NFDI) mit verlässlichem und nachhaltigem Dienste-Portfolio und mehr als 1000 professionellen Akteuren bilden soll.

Mehr Informationen:

NFDI4Biodiversity: www.nfdi4biodiversity.org

GFBio e.V.: www.gfbio.org/gfbio_ev

SNSB IT-Zentrum: www.snsb.info